DTF — Direct-to-Film — ist in wenigen Jahren von einer Nischentechnik zur ernsthaften Alternative für Kleinstmengen und Spezialanwendungen geworden. Sie kombiniert die Farbbrillanz von DTG mit deutlich besserer Waschbeständigkeit und funktioniert auf fast jedem Untergrund. Wir erklären, was hinter der Technik steckt.

Wie DTF funktioniert

Das Design wird mit Spezialfarben auf eine transparente PET-Folie (Film) gedruckt. Dann wird Hot-Melt-Pulver aufgetragen und die Folie im Ofen ausgehärtet. Der fertige Transfer wird auf das Textil gelegt, mit Hitze und Druck übertragen und die Folie abgezogen. Was bleibt, ist ein weicher, elastischer Druck, der auf der Faser haftet. Anders als bei DTG zieht die Farbe nicht in den Stoff ein, sondern liegt als dünne Schicht auf.

Wie haltbar ist DTF-Druck?

Richtig verarbeitet ist DTF sehr waschbeständig: Hochwertige Transfers überstehen in der Regel 50 Wäschen und mehr, ohne zu reißen oder auszubleichen. Entscheidend sind die Qualität von Tinte, Folie und Klebepulver und vor allem das Aufpressen. Temperatur, Druck und Zeit müssen zum Transfer und zum Stoff passen; typisch sind rund 150–165 °C für 10–15 Sekunden. Wird zu kurz oder zu kalt gepresst, löst sich der Druck später an den Kanten.

  • Auf links waschen, maximal 40 °C
  • Kein Weichspüler, keine aggressiven Waschmittel
  • Wäschetrockner vermeiden oder nur auf niedriger Stufe
  • Nicht direkt auf dem Druck bügeln

DTF vs. Siebdruck vs. DTG

  • DTF vs. Siebdruck: Keine Einrichtungskosten, daher besser für kleine Mengen; Siebdruck günstiger ab 100+ Stück
  • DTF vs. DTG: Bessere Waschbeständigkeit, kein Vorbehandeln nötig, funktioniert auf dunklen Stoffen ohne Qualitätsverlust
  • DTF auf Polyester: Funktioniert — Siebdruck nicht immer
  • DTF auf Baumwolle, Mischgewebe, Leder, Canvas: Alle geeignet
  • Fotodrucke und Verläufe: DTF liefert hervorragende Ergebnisse

Wann DTF die richtige Wahl ist

DTF ist ideal, wenn du kleine Auflagen mit vielen Motiv-Varianten produzieren willst, auf dunklen oder synthetischen Stoffen druckst, fotorealistische Motive oder Farbverläufe brauchst oder Budget für Siebdruck-Einrichtung sparen willst. Bei Mengen über 200 Stück mit gleichem Motiv wird Siebdruck meist wirtschaftlicher.

„DTF ist nicht der Siebdruck-Killer — aber er hat die Eintrittshürde für professionellen Textildruck dramatisch gesenkt.“

— palstudios Druckteam
TIPP

Tipp: DTF-Transfers können auf Vorrat produziert und gelagert werden. Das eröffnet interessante Möglichkeiten für Print-on-Demand-Modelle mit Lagerbestand an Transfers statt fertigen Produkten.

Häufige Fragen

Wie lange hält ein DTF-Druck?

Richtig gepresst übersteht ein hochwertiger DTF-Druck in der Regel 50 Wäschen und mehr. Auf links waschen bei maximal 40 °C und ohne heißen Trockner verlängert die Haltbarkeit.

Was ist DTF-Druck?

DTF steht für Direct-to-Film. Das Motiv wird auf eine Folie gedruckt, mit Klebepulver beschichtet und dann mit Hitze und Druck auf das Textil übertragen.

Ist DTF besser als Siebdruck?

Für kleine Mengen, viele Motive und Fotodrucke ist DTF meist besser, weil keine Siebe eingerichtet werden müssen. Ab etwa 100–200 Stück mit gleichem Motiv ist Siebdruck oft günstiger und noch langlebiger.

Bei welcher Temperatur wird DTF gepresst?

Typisch sind rund 150–165 °C für 10–15 Sekunden. Die genauen Werte hängen vom Transfer und vom Stoff ab.