DTF — Direct-to-Film — ist in wenigen Jahren von einer Nischentechnik zur ernsthaften Alternative für Kleinstmengen und Spezialanwendungen geworden. Sie kombiniert die Farbbrillanz von DTG mit deutlich besserer Waschbeständigkeit und funktioniert auf fast jedem Untergrund. Wir erklären, was hinter der Technik steckt.

Wie DTF funktioniert

Das Design wird mit Spezialfarben auf eine transparente PET-Folie (Film) gedruckt. Dann wird Hot-Melt-Pulver aufgetragen und die Folie im Ofen ausgehärtet. Der fertige Transfer wird auf das Textil gelegt, mit Hitze und Druck übertragen und die Folie abgezogen. Was bleibt, ist ein weicher, elastischer Druck — auf dem Textil, nicht obendrauf.

DTF vs. Siebdruck vs. DTG

  • DTF vs. Siebdruck: Keine Einrichtungskosten, daher besser für kleine Mengen; Siebdruck günstiger ab 100+ Stück
  • DTF vs. DTG: Bessere Waschbeständigkeit, kein Vorbehandeln nötig, funktioniert auf dunklen Stoffen ohne Qualitätsverlust
  • DTF auf Polyester: Funktioniert — Siebdruck nicht immer
  • DTF auf Baumwolle, Mischgewebe, Leder, Canvas: Alle geeignet
  • Fotodrucke und Verläufe: DTF liefert hervorragende Ergebnisse

Wann DTF die richtige Wahl ist

DTF ist ideal, wenn du kleine Auflagen mit vielen Motiv-Varianten produzieren willst, auf dunklen oder synthetischen Stoffen druckst, fotorealistische Motive oder Farbverläufe brauchst oder Budget für Siebdruck-Einrichtung sparen willst. Bei Mengen über 200 Stück mit gleichem Motiv wird Siebdruck meist wirtschaftlicher.

DTF ist nicht der Siebdruck-Killer — aber er hat die Eintrittshürde für professionellen Textildruck dramatisch gesenkt.

palstudios Druckteam
TIPP

Tipp: DTF-Transfers können auf Vorrat produziert und gelagert werden. Das eröffnet interessante Möglichkeiten für Print-on-Demand-Modelle mit Lagerbestand an Transfers statt fertigen Produkten.